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Schiffbruch Belletrist.
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Physik und Belletristik?

Diese Homepage wurde einmal zur Publizierung von Material zur Urknallkritik eingerichtet. Welchen Bezug gibt es zu meiner belletristischen Arbeit "Schöner Tag mit Schiffbruch?"



Anfangs ging es um Kritik an physikalischen Unmöglichkeiten wie "Alles kann aus Nichts entstehen". Jahrzehntelang galt die Schöpfung von Raum, Zeit und Materie in einer Singularität, dem Urknall, als nicht zu kritisierendes Standardmodell. Etwa um 2004 wurde der Druck so groß, dass eine Korrektur erfolgen musste. Dieselben Leute, die gerade noch vehement jeden Urknallkritiker verhöhnt hatten, propagierten jetzt, "dass die Materie auch vor dem großen Knall als Schöpfung Gottes existiert" habe. (Ratzinger 2004)

Ein Sieg für die Urknallkritiker? Mitnichten, denn neue physikalische Unmöglichkeiten sollten jetzt das so mühsam installierte Urknallweltbild irgendwie retten: Eine rückwärts laufende Zeit vor dem Urknall, die Existenz unendlich vieler Universen usw. ...

Der stille Beobachter merkt irgendwann, dass hier überhaupt keine naturwissenschaftliche Diskussion mehr stattfindet. Warum? Welche Interessen stecken dahinter? Welche Personen mit welchen Motiven agieren hier und malen uns absurde Weltbilder, die sie selber morgen wieder mit Sicherheit korrigieren werden?

Neben die reine naturwissenschaftliche Auseinandersetzung treten unter solchen Umständen philosophische, soziologische und psychologische Fragestellungen. Doch da auch diese immer von einem gesellschaftlichen Bezugsrahmen geprägt sind, sind die jeweils "wissenschaftlichen Antworten" zumindest äußerst skeptisch zu sehen.

 All jene, die auszogen, ein naturwissenschaftliches Weltbild zu finden, kehren zwar enttäuscht zurück, sind aber sensibilisiert für ganz andere Fragen. Denn nach solchen Erfahrungen erinnert man sich, dass es hier um stets die gleichen  Probleme bei der Naturerkenntnis geht, die Menschen in der Geschichte immer aufs Neue lösen müssen.

Der Dichter Bertold Brecht schrieb das Stück "Das Leben des Galileo Galilei" und hob damit die Auseinandersetzung auf die Ebene der Poesie. Das Ergebnis ist ein überzeugender Beitrag zur Weltbilddiskussion. Man muss nicht mehr mathematisch hoch gebildet sein, um die Grundstrukturen und die Motive der Menschen hinter den Theorien zu verstehen. Brecht macht klar: Hier geht es nicht um Erkenntnis sondern um Macht - um Definitionsmacht, auf welchen Definitionen, Axiomen bzw. Offenbarungen denn das neueste Weltbild zu errichten sei. Und da hört natürlich alle Wissenschaft auf.

Wenn auch weder ein Galilei als ernstgenommener Widerpart noch ein Brecht als kritischer Poet von Format in Sicht sind, so wird es sie irgendwann geben.

Hier schließt sich der Kreis. Die hochgestochenen mathematischen Beweise, die jedes gewünschte Weltbild begründen, haben längst ihre Autorität verloren: Schöpfung aus einer Singularität (aus dem Nichts) als Anfang von allem: Mathematisch streng bewiesen! (Hawking/Penrose); Schöpfung im Urknall mit Vorgängeruniversum (aus bereits vorhandener Materie): Mathematisch streng bewiesen! (Hawking).  Welche Autorität soll ein "Beweis" haben, der morgen nicht mehr gilt?

Meine bescheidenen poetischen Versuche haben zunächst überhaupt keinen Bezug zu solcher Thematik. In dem Büchlein "Schöner Tag mit Schiffbruch, Texte zum würdigen Scheitern" geht es nicht um Wissenschaft. Doch wer mag, kann z.B. die Geschichte "Der ganz große Trick" auch als Parabel auf die Weltbildtrickser mit ihrem hohen Anspruch lesen, der so kläglich gescheitert ist. So gesehen gibt es einen (zugegebenen weit hergeholten) Zusammenhang zwischen Urknall und Schiffbruch bzw. zwischen Physik und Poesie. Während aber meine Protagonisten in Würde scheitern, machen die gegenwärtigen Weltbildbastler nach meinem Geschmack zu viel Party auf dem sinkenden Schiff:

"Elvis lebt! In einem Paralleluniversum!" schreien Physikprofessoren wie Linde, Vilenkin, Tegmark; und alle, alle schreien um den Preis ihrer Karrieren mit. Liegt es nicht nahe, solch kindisches Geschrei als würdelos zu empfinden?

"Würde" ist keine naturwissenschaftliche Kategorie, ist aber als Grundvoraussetzung wissenschaftlicher Arbeit unverzichtbar. Spätestens nach den massenhaft nachgewiesenen Doktor-Plagiaten scheint die Beschäftigung mit dieser Kategorie dringend notwendig - innerhalb und außerhalb der Wissenschaft und auch mit belletristischen Mitteln.


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